Erregungsstörung

Eine junge Frau braucht es täglich - der Grund ist traurig

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Für eine junge US-Amerikanerin führt ihre Krankheit zu ernsthaften Konsequenzen.

Was sich auf den ersten Blick nicht schlimm anhört, hat für die 23-jährige Amanda McLaughlin ernsthafte Konsequenzen. Sie leidet unter einer Erregungsstörung.

Amanda McLaughlin hat immer Lust. Doch dabei handelt es sich nicht um das Verlangen nach körperlicher Liebe, welches jeden ab und zu überkommt - sondern um eine Krankheit.

Die permanente Libido schränkt die junge Frau in ihrem Alltag ein, seitdem sie 2013 mit "Persistent Genital Arousal Disorder" (PGAD, auf deutsch "permanente genitale Erregungsstörung") diagnostiziert wurde.

Andauernde genitale Erregungsstörung: Diese Krankheit macht süchtig

In einer Reportage des Senders BBC spricht sie über ihre außergewöhnliche Krankheit - und wie sehr sie diese im Alltag beeinträchtigt. Dabei räumt sie auch direkt mit einem gängigen Vorurteil auf. "Es ist nicht gerade witzig, rund um die Uhr erregt zu sein. Es fühlt sich so an, als stünde man unmittelbar vor dem Orgasmus und dieser wolle partout nicht weggehen. Hättet Ihr gerne sieben Tage die Woche und 24 Stunden lang eine Dauererrektion? Ich denke nicht. Es will einfach nicht aufhören," beklagt die junge Frau ihr Leid.

Video: Das denkt der Mann vor, während und nach dem Sex

Neben dem ständigen Verlangen hat sie auch Schmerzen. Sie nimmt laut der Doku bis zu 30 verschiedene Medikamente, ist arbeitsunfähig und kann nicht Auto fahren.

Was ist "andauernde genitale Erregungsstörung"?

Andauernde genitale Erregungsstörung oder auch "persistierende genitale Erregung" ist ein Syndrom, bei der die Betroffenen an einer Dauererregung leiden. Meistens sind Frauen davon betroffen, Männer nur selten. In einigen Fällen bekommen sie bis zu 250 Orgasmen am Tag. Die Orgasmen treten plötzlich und unkontrolliert auf. Leichte Vibrationen reichen aus, um sie auszulösen.

McLaughlin soll schon früh gemerkt haben, dass bei ihr etwas anders sei. Relativ früh begann sie, sich selbst zu befriedigen. Als ihrer Familie ihre bereits früh entwickelte Libido aufgefallen ist, wurde sie von ihnen als "sexsüchtig" bezeichnet. Erst später lernte sie, was es mit ihrer unstillbaren Begierde auf sich hat.

Die besten Therapie ist für McLaughlin tatsächlich, regelmäßig Geschlechtsverkehr zu haben. Dabei könne sich die Frau am besten entspannen und auch ihre Symptome besser ertragen. Ihr Ehemann unterstützt sie dabei - auch wenn für ihn die die Befriedigung über das normale Maß hinaus geht. Laut der BBC-Doku komme es sogar vor, dass ihn seine Frau anflehen muss, um ihre Leiden zu lindern.

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Hier sehen Sie die Doku über PGAD (auf Englisch):

Video: Glomex

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