Sex-Studie

Fesselnde Spiele: Bondage macht Spaß – und ist gesund

+
Fesselnde Spiele: Drei Viertel aller Deutschen hat Spaß an Bondage.

Immer nur Blümchensex? Nicht mit den Deutschen. Rund drei Viertel der Bundesbürger geben an, beim Sex schon mal mit Fesselspielen experimentiert zu haben.

Das hat eine Umfrage unter 5.000 Nutzern der Online-Community joyclub.de ergeben. Der Besteller „Shades of Grey“ der Autorin E.L. James dürfte daran nicht ganz unschuldig sein.

Besonders die Jüngeren wollen im Bett nicht auf Handschellen verzichten

Weniger als ums kunstvolle Verschnüren – in Japan „Shibari“ genannt – geht es dabei um das lustvolle Spiel mit Dominanz und Unterwerfung. Die beliebtesten Utensilien: Handschellen. Besonders die Befragten unter 25 nutzen sie gerne und oft beim Sex – 70 Prozent gaben dies laut Umfrage an.

Bondage-Fans sind gesünder, kreativer und glücklicher

Falls auch Sie das fesselnde Spiel mit der Lust einmal ausprobieren möchten, gibt es nun neue Argumente, die Ihre Partnerin oder Ihren Partner überzeugen könnten. Forscher der Northern Illinois University haben in einer Studie herausgefunden, dass Bondage Stress reduziert, die Laune hebt und sogar die Kreativität verbessert.

Bereits vor drei Jahren hatte eine Untersuchung aus den Niederlanden ergeben, dass Menschen, die auf Bondage, Sado-Maso und Co. stehen, glücklicher und gesünder sind als jene, die nur normalen Blümchensex haben. Sie gelten als weniger neurotisch, mental stabiler und sind zudem glücklicher in ihren Beziehungen. Am besten schnitten dabei übrigens jene ab, die regelmäßig ihre dominanten Neigungen ausleben dürfen.

Bondage – lieber ohne Hilfe vom Nachbarn

Überzeugt? Bevor Sie nun wie Christian Grey und Anastasie Steele ihre erste Bondage-Session starten, sollten Sie einige Hinweise beherzigen. Schließlich soll das Ganze ein lustvolles Erlebnis für beide Partner werden und nicht damit enden, dass Ihre besorgten Nachbarn Ihrer panisch kreischenden Gespielin zur Hilfe eilen wollen.

Fünf Tipps für Bondage-Anfänger

1. Bevor Sie wie Christian Grey in den Baumarkt rennen, um sich mit Kabelbindern, Seilen und Klebeband einzudecken, checken Sie erst einmal den heimischen Kleiderschrank. Tücher, Schals und Krawatten eignen sich ebenso gut für Fesselspielchen und scheuern nicht an empfindlichen Stellen. Außerdem sparen Sie sich das dümmliche Grinsen des Baumarkt-Mitarbeiters bei der Frage, ob das Klebeband hautfreundlich sei.

2. Vereinbaren Sie ein sogenanntes Safeword. Damit kann Ihr gefesselter Schatz signalisieren, dass es ihm reicht. Achtung: „Aufhören“, „Stop“ und „Aua“ sind nicht geeignet. Probieren Sie es mit „Abwasch“ oder „Magen-Darm-Infekt“. Das sollte den erotischen Rausch wirkungsvoll dämpfen.

3. Vertrauen ist beim Bondage wichtig. Der gefesselte Partner sollte sich völlig fallen lassen können. Dafür ist es am Anfang hilfreich, wenn Ihr Liebling es sich auf dem Bett bequem macht und nicht gut verzurrt unter der Kellerdecke baumelt.

4. Für Anfänger halten einschlägige Unternehmen Bondage-Kits mit weichen Bändern und Klettverschlüssen bereit. Nützlich, wenn Sie dazu neigen sollten, Ihren gefesselten Partner auf dem Bett zu „vergessen“ – übrigens ein No-Go.

5. Manchmal - aber nur manchmal - hat ihr Schatz ein bisschen Haue gern? Dann hier ein Tipp: Es muss nicht gleich die Reitpeitsche sein – auch ein Holzkochlöffel klatscht schön. Etwas weicher: ein Schaumlöffel, möglichst aus Plastik.

jba

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare