Ihr letzter Tweet gibt zu Denken

Branche geschockt: Erotikstar mit 23 Jahren tot

August Ames war trotz ihres jungen Alters bereits ein Star in der Branche. Nun wurde sie in ihrem Haus in Kalifornien tot aufgefunden.

Eine traurige Nachricht für die Erotik-Branche: August Ames, der 23-jährige Pornostar aus Kanada, wurde am vergangenen Dienstag (05. Dezember) tot in seinem Haus aufgefunden. Das berichtet jetzt die örtliche Polizei. Die traurige Nachricht wurde nun von ihrem Ehemann bestätigt. "Sie war die freundlichste Person, die ich je kannte und sie bedeutete mir einfach alles."

Pornostar tot aufgefunden - nach hitziger Debatte über Homophobie

Ames wirkte in mehr als 270 Filmen mit und wurde auch bereits mit dem Branchen-Award derAdult Video News (AVN) ausgezeichnet. Wie die britische SUN mitteilt, konnte bisher keine eindeutige Todesursache festgestellt werden. Angeblich wurden keine äußeren Einflüsse gefunden.

Zu denken gab jedenfalls die Konversation auf Twitter, die sie wenige Tage vor ihrem Tod führte. Dabei war sie Anfeindungen ausgesetzt, da sie verkündete, aus "gesundheitlichen Gründen" keine Filme mit männlichen Darstellern zu drehen, welche auch in homosexuellen Produktionen mitspielten.

Dazu schrieb sie auf Twitter: "Wer auch immer mich morgen für @EroticaXNews ersetzen wird - du drehst mit einem Kerl, der bereits Schwulen-Pornos gedreht hat. Nur damit du Bescheid weißt."

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"Ich bin nicht homophob"

Doch diese Warnung ging für Ames nach hinten los - und prompt musste sie sich mit Vorwürfen der Schwulenfeindlichkeit auseinandersetzen, welche auch von Kolleginnen aus der Branche geäußert wurden. Doch die Anfeindungen bezüglich Homophobie wies die 23-Jährige entschieden zurück.

"Ich bin nicht homophob", schrieb sie auf Twitter. "Die meisten Frauen drehen nicht mit Männern, die vorher Schwulenpornos gedreht haben - und zwar aus gesundheitlichen Gründen. Und so ist es auch bei mir. Ich setze meinen Körper nicht diesem Risiko aus, ich weiß ja nicht, was sie in ihrer Freizeit tun."

Wie sich herausstellte, hatte die Twitter-Gemeinde damit einen wunden Punkt bei Ames getroffen. Sie rechtfertigte sich ein letztes Mal: "Ich muss mich für nichts entschuldigen! Etwa dafür, dass ich darauf bedacht bin, meinen Körper zu schützen? F*ckt euch alle, die mich beschuldigen, obwohl ich keine bösen Absichten haben. Ich liebe die Gay Community. Aber ICH ENTSCHEIDE, wen ich in meinem Körper haben will. Kein Hass bitte."

Und um ihrer Wut noch mehr Ausdruck zu verleihen, twitterte sie ein letztes Statement vor ihrem Ableben: "F*ckt euch all".

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