Unbegrenzt Speicherplatz?

Irre Aktion: Mann lädt 293 Jahre an Pornos auf Plattform hoch

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Unbegrenzter Speicher? Das wollte ein User nachprüfen - und zwar mit einer riesigen Menge an Pornovideos.

Die Cloud-Plattform von Amazon verspricht unbegrenzten Speicherplatz. Das wollte ein User testen - und lud ein halbes Jahr lang ohne Pause Pornovideos hoch.

Mit einem kuriosen Experiment überprüfte ein User das Versprechen von Amazon, unbegrenzten Speicherplatz auf seiner Cloud zur Verfügung zu stellen. Er entschied sich dazu, eine riesige Datenmenge auf den virtuellen Speicher hochzuladen - und zwar recht pikantes Material. Es handelte sich nämlich um eine Unmenge pornografischer Filme mit einer Gesamtlänge von 293 Jahren. Rund ein halbes Jahr lang brauchte er für den Upload.

User lädt 1,8 Petabyte an Pornos auf Amazon Drive hoch

Amazon Drive verlangt 70 Euro an Gebühren pro Jahr und bietet damit seinen Usern grenzenlosen Speicherplatz. Zumindest war dies der Fall, bis der Anbieter im März 2015 die Datenmenge auf ein Terrabyte begrenzte. Womöglich lag es an Experimenten wie diesem, dass sich Amazon zu diesem Schritt gezwungen sah, wie das Portal "Motherboard" berichtet.

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In dem Fall hatte ein neugieriger Nutzer, der sich im Netz "beaston02" nennt, knapp zwei Millionen Gigabyte an Daten hochgeladen. In einem Forum bei Reddit berichtete er über seinen Versuch, die Grenzen von unbegrenztem Speicher zu erreichen.

Pornos werden automatisch von Webcam-Portalen hochgeladen

Der findige User richtete einen Automatismus ein, welcher automatisch Webcam-Livestreams diverser Erotik-Portale aufzeichnete und hochlud. Bei 1,8 Petabyte an Pornomaterial machte er nach einem halben Jahr Schluss. Zum Vergleich: Ein Petabyte entspricht einer Million Gigabytes.

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1,8 Petabytes stehen für die stolze Summe von 103 Jahren an Erwachsenenunterhaltung, wenn es sich dabei um HD-Videos handelt. Bei geringerer Auflösung sei die Datenmenge sogar weitaus größer: Bei einer 480p-Auflösung würde es 293 Jahre und sechs Monate dauern, das komplette Material zu sichten.

User spricht über seine Hintergründe: Es geht ihm nicht um Pornos

Dabei ging es dem Reddit-User gar nicht so sehr um die Inhalte, sondern um die Möglichkeiten des soganannten "Data hoarding" (dt. Datensammlung), wie der "Motherboard" erklärte. "Ich weiß, dass mich einige Menschen als großen Perversen oder jemanden mit einer Pornosucht darstellen wollen, aber das bin ich nicht. Ich habe vielmehr ein Problem mit dem Sammeln und Horten von Daten."

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Sein Projekt habe auch bereits Nachahmer gefunden. Ein Reddit-User namens "Archivist" startete beispielsweise das "Petabyte Porn Project", bei dem er auch andere User dazu animiert, Live-Aufnahmen automatisiert auf Amazon Drive hochzuladen. Demnach würden jeden Tag 12 Terrabyte an Pornomaterial auf die Plattform hochgeladen. Dem Anbieter dürfte dies ein gewaltiger Dorn im Auge sein.

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