Mit einer logischen Begründung

Pornodreh im Beichtstuhl: Darum wird Priester-Beschwerde abgelehnt

Nicht nur unter den Gläubigen sorgt ein skandalöser Pornodreh im Beichtstuhl einer niederländischen Kirche für Aufsehen. Ein Priester legte Beschwerde ein.

Das beschauliche Tilburg in der niederländischen Provinz Nordbrabant wird von einem handfesten Porno-Skandal erschüttert. Vor allem der örtlichen Klerus zeigt sich empört, nachdem ans Licht gekommen ist, dass die örtliche Kirche für einen Pornodreh missbraucht wurde.

Der umstrittene Sexfilm wurde im Beichtstuhl gedreht, zwei Darsteller sollen involviert gewesen sein. Nachdem das Video auf einer Pornoseite zu Beginn des Jahres veröffentlicht wurde, sorgte es landesweit für Diskussionen.

Pornodreh in niederländischer Kirche: "Blasphemie ist kein Verbrechen"

Der Priester der Kirche, welche als Schauplatz für die Porno-Produktion herhalten musste, legte Beschwerde ein. Doch diese wurde von der Staatsanwaltschaft abgeschmettert, wie die BBC berichtet. So teilte ein Sprecher der Justiz mit, dass der Sexfilm zwar anstößig sei, aber es in den Niederlanden kein Gesetz mehr gegen Blasphemie gebe. "Blasphemie ist kein Verbrechen und die Frage nach unbefugtem Betreten wurde nicht gestellt," lautete die Antwort des Staatsanwaltes.

Auch interessant: Auftragspornos - So bizarr sind die Wünsche der Kunden.

"Kein Eintritt" an der Kirchentür?

Priester Jan van Noorwegen zeigte sich alles andere als zufrieden über die Rechtssprechung. Ein weiteres Kirchenmitglied stellte sogar das Justizsystem der Niederlande in Frage. Die Kirche stehe nun vor der Entscheidung, einen Zivilprozess zu starten. Womöglich hätte sie dabei bessere Aussichten auf Erfolg, da der Priester anklagen könnte, dass sich die Porno-Produzenten unbefugterweise Zutritt zur Kirche verschafft hätten.

Wie das Justizministerium mitteilte, hätte ein "Kein Eintritt"-Schild an der Kirchentür als rechtliche Grundlage ausgereicht, um die Täter zu belangen. Doch ein solches Schild dort anzubringen sei eine absurde Idee, sagte ein Sprecher der Kirche.

Passend dazu: SIE ist Deutschlands erfolgreichster Pornostar.

Pornodarstellerin entschuldigte sich für Entweihung der Kirche

Sogar die Porno-Darstellerin Kim Holland, welche den Film mit ihr in der Hauptrolle ins Internet stellte, entschuldigte sich bereits öffentlich für den Vorfall. Ihre zweifelhafte Rechtfertigung: Das Video sei von einem externen Produzenten gedreht worden. Sie löschte das Video wieder von ihrer Seite.

Doch für die Geistlichkeit ist es damit nicht getan. Priester Van Noorwegen hielt zunächst eine Messe ab, in welcher er um Vergebung für die schändliche Entweihung seiner Kirche bat. Ob weitere rechtliche Schritte unternommen werden, wird sich herausstellen.

Auch interessant: Bella Blond verkündete ihren Porno-Ausstieg - und rechnet mit der Branche ab. Und Samy Fox aus Frankfurt packt aus - So ist mein Leben als Pornostar.

Rubriklistenbild: © Twitter / @KimHollandxx / Pixabay (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare