Datenschutz

Pornos schauen im Internet: So werden User ausspioniert

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Wie sicher ist das Surfen aus Porno-Seiten im Netz?

Wie sicher ist es eigentlich, auf Porno-Portalen im Netz zu surfen? Welche Daten werden weitergegeben? Was bringt der Inkognito-Modus? Hier erfahren Sie mehr.

Auch wenn es niemand zugeben mag - Portale wie Pornhub, Youporn, XVideos oder Xhamster kennt so gut wie jeder Internet-Nutzer. Viele Menschen besuchen tagtäglich die Seiten. Laut dem "Vice"-Magazin ist jede achte in Deutschland besuchte Seite eine mit erotischen Inhalten.

Die Seite XVideos verzeichnet eine monatliche Besucherzahl von rund 1,63 Milliarden Usern und ist damit Spitzenreiter in diesem Bereich. Doch die wenigsten Nutzer wissen, welche Daten Sie dabei an die Betreiber und auch Drittanbieter weitergeben.

Hinter dem Porno-Business steckt mittlerweile viel Geld. Dabei geht es nicht nur um die direkten Einnahmen durch Abonnements oder andere bezahlte Angebote, sondern auch um private Daten, die an die Werbeindustrie weitergegeben werden.

Inkognito-Modus: Wie surfe ich anonym im Netz?

Viele Browser wie Chrome, Firefox und Safari bieten an, "versteckt" zu surfen. Und so geht's:

  • Safari: Klicken Sie in in der Browser-Schaltleiste auf "Ablage, dann auf "neues privates Fenster".
  • Mozilla Firefox: Bei "Menü öffnen" finden Sie den Punkt "Privates Fenster".
  • Google Chrome: Gehen Sie in die Einstellungen und wählen Sie "Neues Inkognito-Fenster".
  • Internet Explorer: Wenn Sie ein neues Tab öffnen, finden Sie dort die Schaltfläche "InPrivate Browsing".

Die anonymen Browser-Fenster können Sie auch bei Ihrer App auf dem Smartphone nutzen.

Pornos im Internet: Wie sicher ist der "Inkognito"-Modus eigentlich? 

Beim privaten Surfen werden keine Cookies gespeichert und die besuchten Seiten sind nicht im Browserverlauf zu finden. Somit entstehen keine bleibenden Spuren, wenn Sie anonym surfen. Doch das betrifft nur den Computer, den Sie gerade benutzen. Im Internet hinterlassen Sie dennoch Daten.

Der Blogger Brett Thomas geht davon aus, dass der Privatmodus dem User kaum Schutz bietet. Für Webseitenbetreiber und die Werbeindustrie sei es dennoch ein Kinderspiel, an die Daten der Nutzer zu kommen. Dadurch kann auch die Identität des Users herausgefunden werden.

Über sogenannte "Tracking-Tools" erfassen die Seiten alle Daten, die sie bekommen. So werden beispielsweise die Suchanfragen bei Porno-Seiten gespeichert und ausgewertet, um das Angebot zu optimieren. Jeder Klick auf den Schmuddelseiten gibt somit Auskunft über das Nutzerverhalten. Vor allem die "Teilen"-Buttons und die Werbebanner sammeln viele Nutzerdaten, wie die IP-Adresse. Diese werden auch an Social-Media-Plattformen wie Facebook und Suchmaschinen wie Google weitergeleitet, damit diese personalisierte Werbung ausspielen können.

"Beim Porno-Schauen im Netz - auch im Inkognito-Modus - sollte man davon ausgehen, dass eines Tages der Suchverlauf veröffentlicht wird und mit Ihrem Namen versehen wird", fasst der Datenschutz-Blogger zusammen.

Übrigens: Auch Frauen schauen Pornos - und zwar andere, als manche vielleicht denken.

Anonymität im Netz: Was hilft gegen Tracking?

Experten gehen davon aus, dass es heute kaum möglich ist, komplett "unsichtbar" im Netz zu agieren. Es gibt jedoch Möglichkeiten, seine Spuren zu verwischen. Dabei helfen beispielsweise Programme wie der "Tor"-Browser, bei dem die Identität mit einem komplexen System verschlüsselt wird. Eine weitere Option bietet das Portal "Hidester" - bei dem den Usern eine andere IP-Adresse zugewiesen wird. Doch auch hier gilt: Zu 100 Prozent ist man niemals sicher.

mil

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