Überraschendes Ergebnis

Nur für Sex? Dafür wird Tinder eigentlich genutzt

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Geht es bei Tinder wirklich nur um Sex? Eine Studie besagt etwas anderes.

Für die Online-Partnersuche sind Apps wie Tinder nicht mehr wegzudenken. Eine aktuelle Studie zeigt, für was die Plattform eigentlich genutzt wird.

Mit seinen 50 Millionen Usern weltweit ist Tinder ein beliebter Treffpunkt für Singles, sich für Dates zu verabreden. Die App ist einfach zu bedienen: Ein Wisch nach links, und schon erscheint der nächste Vorschlag. Falls das angezeigte Profil jedoch ansprechend wirkt, zeigen User ihr Interesse mit einem Wisch nach links.

Vielleicht kommt es dann ja sogar zu einem Match, also einem beidseitigem Interesse. Unkompliziert können Sie dann Kontakt aufnehmen und mit dem potentiellen Date-Partner chatten. Und falls der Funke überspringt, steht auch einem ersten Treffen nichts mehr im Weg. Seit einiger Zeit soll es auch das exklusive Tinder Select geben - eine eigene Version der App für besonders attraktive und beliebte Nutzer.

Viele denken, dass es bei Tinder hauptsächlich um ein Portal für schnelle Sex-Dates geht. Doch eine Studie des Studentenkreditfinanzierer LendEdu hat das Nutzerverhalten analysiert und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Dabei wurden in den USA knapp 4.000 User zwischen 18 und 22 Jahren befragt.

Studie: Darum geht's bei Tinder wirklich

Von den Befragten gaben immerhin 72 Prozent an, dass sie Tinder nutzen. Doch die Beweggründe sind anders als gedacht. Denn zur ernstgemeinten Partnersuche nutzten nur vier Prozent der Teilnehmer die App. 22 Prozent gaben an, dass sie mit Tinder nach Sex-Partner Ausschau halten, vielleicht sogar außerhalb der eigenen Beziehung.

Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten gab an, dass sie Tinder aus "anderen Gründen" benutzen. Dabei gehe es um die Suche nach neuen Freunden oder einfach nur um pure Neugier.

Ein Großteil der Teilnehmer (44 Prozent) bekundete, dass sie gar kein echtes Interesse an menschlichen Kontakten hätte. Sie nutzen Tinder einfach aus Zeitvertreib und zur Selbstbestätigung ("Confidence-boosting Procrastination"). Viele Likes bessern schließlich das eigene Ego auf. Immerhin: Zu einem echten Treffen des Tinder-Matches kam es bei knapp 30 Prozent der Teilnehmer.

Online-Dating birgt auch einige Gefahren. Lesen Sie hier, wie Sie Fake-Profile erkennen und auf was Sie außerdem achten sollten.

mil

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