Fernöstliche Körperkunst

Shibari: So lustvoll ist die japanische Fessel-Kunst

Aufregend, sinnlich - beim Shibari wird der weibliche Körper in Szene gesetzt. Ein anregendes Gefühl für die Gefesselte – und optisch ansprechend für Zuschauer.

Der japanische Begriff "Shibari" heißt auf deutsch so viel wie "festbinden". Aus der ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts von der japanischen Polizei eingesetzten Fesseltechnik entwickelte sich im Laufe der Zeit eine ganz eigene Kunstform.

Shibari und Bondage: nicht ein und dasselbe 

Es stimmt: das westliche Bondage und das japanische Shibari sehen auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aus. Es gibt jedoch große Unterschiede zwischen den beiden Praktiken. Denn beim Bondage geht es in erster Linie darum, den Gefesselten bewegungsunfähig zu machen. Beim Shibari steht jedoch klar die Ästhetik im Vordergrund.

In kunstvollen Knoten wird ein Seil in bestimmten Mustern um ausgesuchte Körperteile gebunden. So sollen verschiedene Bereiche des Körpers gezielt betont werden. Auf der anderen Seite werden mithilfe des Seils Brüste und der gesamte Intimbereich stimuliert - für viele "Bunnys" eine sehr anregende Erfahrung!

Fesselkunst kann so sexy sein

Von kunstvollen Verzierungen bis hin zu extremen Verschnürungen bei denen die Gefesselte kein Glied mehr bewegen kann: Viele Rigger, so nennen sich die Shibari-Fesselkünstler, entwickeln mit steigender Erfahrung ihren ganz eigenen Stil.

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Ganz egal, wie sie ihr "Bunny" fesseln: Anders als beim Bondage, verwenden Rigger beim Shibari nicht einfach irgendwelche Seile, sondern fast ausschließlich solche aus Jute- oder Hanf. Diese benetzen sie vor der sinnlichen Fessel-Session häufig mit Öl oder flämmen sie mit einem Feuerzeug leicht an. So wird das Seil besonders weich und geschmeidig - und das lustvolle Spiel noch anregender für alle Beteiligten.

Aber Vorsicht: Machen Sie diese kunstvolle Praktik nicht einfach zuhause nach. Denn Shibari erfordert Geschick, Erfahrung und zumindest grundlegende Anatomie-Kenntnisse. Sind Sie also ein Anfänger, kann aus dem Fessel-Spielchen schnell bitterer Ernst werden.

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