Sex-Studie

Wie oft haben die Deutschen Sex?

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Lieber ausschlafen als Liebe machen: Immer mehr Deutsche haben keine Zeit für Sex.

Einmal am Tag, einmal die Woche oder nur einmal im Monat – die Deutschen treiben’s bunt. Eine neue Studie zeigt, wie oft wir wirklich die Laken wälzen und wer so gar nicht zufrieden mit seinem Sexleben ist. Erfahren Sie hier die überraschenden Ergebnisse.

Traurig, aber wahr: Sexualforscher haben in einer neuen, großangelegten Studie herausgefunden, dass wir Deutschen gerne mehr Sex hätten. Männlein wie Weiblein. Doch nur wenige haben jeden Tag ein heißes Stelldichein. Die Online-Partnervermittlung ElitePartner hat in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß dazu 10.000 Menschen befragt und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Fast die Hälfte aller befragten Personen sind mit ihrem Sexleben unzufrieden.

Die Deutschen sind Sex-Muffel

Besonders Paare in Langzeitbeziehungengaben an, dass sie monatelang nicht miteinander schlafen würden. Und wer denkt, Singles könnten sich vor One-Night-Stands nicht retten, der irrt gewaltig. Was kaum zu glauben ist: Im Schnitt haben Paare immer noch mehr Sex als überzeugte Junggesell(inne)n, so die Forscher. Die Mehrheit (65 Prozent) hat seltener als monatlich Sex, ein Drittel dafür mindestens einmal pro Woche (Singlemänner) oder wenigstens einmal pro Monat (Singlefrauen).

Kinder = Sex-Flaute?

Im Vergleich: Etwa die Hälfte der Paare hat mindestens einmal pro Woche Sex, ein Drittel aber nur einmal im Monat oder noch seltener. Was dabei allerdings wenig überrascht: Laut der Studienergebnisse seien Paare mit Kindern am sexuell unzufriedensten. Verständlich, scheinen lange Arbeitszeiten, die Kindererziehung und lästige Haushaltspflichten dem Lusttrieb gänzlich dem Garaus zu machen. Müde schleppt man sich dann abends zuhause lieber auf die Couch, anstatt mit seinem Partner noch eine Runde „Hoppe, Hoppe, Reiter“ zu spielen.

Große Überraschung: Singles ergeht es nicht besser

Doch was ist mit den Singles? Wieso toben die sich nicht aus, wo sie doch alle (sexuellen) Freiheiten haben? Vielleicht ist aber auch genau ebenjene das Problem. Schließlich geht der Trend bei den Jüngeren immer mehr zu lockeren Kontakten und weniger zu Paar-Beziehungen. Man möchte sich nicht mehr festlegen, da die Auswahl an potenziellen (Sexual-)Partnern zu groß erscheint. Was ist, wenn man sich an die „falsche“ Person bindet? Es könnte doch sein, dass an der nächsten Straßenecke eine bessere Option bereits wartet.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – aber bleibt so auch immer öfters unbefriedigt. Fakt ist: Wenn der Partner endlich gewählt und stets verfügbar scheint, fällt es leichter, mit ihm spontan die Bettlaken zu wälzen. Singles dagegen müssen erst in der freien Wildbahn, ergo in der Diskothek am Samstagabend, jemanden finden, mit dem sie auch nach Hause gehen wollen.

Von Jasmin Pospiech

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