Nackter Professor leider an Hypoorgasmie

Trauriges Los: Dieser Mann hat nie Höhepunkte

Bei der schönsten Nebensache der Welt ist der Höhepunkt die Kirsche auf der Sahne, das große Finale. Aber was, wenn man das nie erlebt? Für einen Briten ist das bittere Realität.

Auf Instagram präsentiert er seinen fast 21.000 Followern regelmäßig seinen nackten Astralkörper, aber hinter der sexy Fassade von Ben verbirgt sich ein trauriges Schicksal.

Seit 36 Jahren keine Orgasmen

Der "Naked Professor" hat eine Orgasmus-Störung. Mit 36 Jahren hatte er beim Sex fast noch nie einen Höhepunkt. Ben will mit seinen provokanten Fotos auf dieses Tabu-Thema aufmerksam machen.

Im britischen Frühstücksfernsehen hat er erst kürzlich sein Schweigen gebrochen und erstmals öffentlich über sein Problem gesprochen. "Als ich jung war, konnte ich darüber noch lachen, meine Kumpels beneideten mich sogar um meine Gabe, lange durchzuhalten. Aber als ich dann 30 wurde und über Familie nachdachte, wurde es zum Problem", erzählte er bei "This Morning".

Das Interview im Video

Verbreitetes Problem

Das Problem liegt aber nicht in unerfüllendem Sex. Auch wenn er sich selbst befriedigt, gelingt es Ben nur sehr selten zu ejakulieren. Das Problem heißt im Fachjargon Anorgasmie, wenn der Patient gar keinen Orgasmus bekommt, beziehungsweise Hypoorgasmie, wenn er nur selten zum Höhepunkt kommt.

Bei Frauen erreichen etwa fünf Prozent beim Sex keinen Orgasmus. Aber auch viele Männer leider darunter – fünf bis zehn Prozent sind laut "Apotheken Umschau" betroffen. Nach dem frühzeitigen Samenerguss und Impotenz ist es damit das dritthäufigste Sexproblem.

Psyche als Ursache für Orgasmus-Störung

Die Krankheit hat in den meisten Fällen psychologische Ursachen, Traumata, Bindungsängste, Leistungsdruck oder Versagensängste. Aber auch neurologische Krankheiten wie Parkinson, dauerhafter starker Alkoholkonsum, hormonelle Ungleichgewichte, Diabetes, bestimmte Medikamente oder Entzündungen der Geschlechtsorgane können die Orgasmus-Störung verursachen.

Behandlung mit Therapie und Medikamente

Experten versuchen, die Wurzel der Störung erst einmal mit Gespräche zu ergründen. Diese sogenannte Anamnese, die manchmal auch mehrere Therapiesitzungen in Anspruch nimmt, ist häufig schon der erste Schritt zur Besserung. Die zugrundeliegenden Problem sind häufig unbewusst.

In Bens Fall wurden sowohl Medikamente als auch Psychotherapie ausprobiert – bisher leider ohne Erfolg. Sex ist ihm trotz allem wichtig, wie er in einem Interview mit dem "Neon"-Magazin betont: "Ich bin immer noch ein vitaler Mann, der sich nach Sex sehnt und sexuell aktiv sein möchte. Vielleicht ist mein Trieb etwas geringer als beim Durchschnittsmann, weil ich das Endergebnis nicht bekomme – aber Sex ist mir trotzdem wichtig."

Lesen Sie auch: Flaute im Bett – Diese Faktoren sorgen beim Mann für Aussetzer

ante

Ananassaft und Eiweißspender: Sieben Mythen über Sperma

Rubriklistenbild: © thenakedprofessor/instagram

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare