Frau stellt ihn zur Rede

Versauter Uni-Job-Aushang: Das sagt der Spanner

Durch einen Uni-Job-Aushang suchte ein Zettel-Schreiber eine freizügige Café-Begleitung, die ihm auch Blicke unter den Rock gewähren würde. Skandal-Rapperin Lady Bitch Ray stellte ihn zur Rede.

Hamburg - Das hatte sich der ominöse Mann wohl anders vorgestellt, als er seinen schlüpfrigen Aushang an der Universität Hamburg aufhängte. Auf der Suche nach einer abenteuerlustigen Café-Begleitung hoffte er wohl auf Anrufe hübscher, junger Frauen, die ihn schon am Telefon betören würden. Stattdessen bekam er eine so gar nicht willige Dame an die Strippe - die Rede ist von „Lady Bitch Ray“, die mit bürgerlichem Namen Reyhan Şahin heißt. Es ist davon auszugehen, dass die Rapperin und promovierte Sprachwissenschaftlerin ihr Wutschnauben nur schwer unterdrücken konnte, denn man kann „Lady Bitch Ray“ wohl mit Fug und Recht als „Hardcore-Feministin“ bezeichnen. Auf Facebook gibt sie an, Fan von Pussy Riot zu sein, bekannt wurde sie insbesondere durch provokante Internet-Videos und TV-Auftritte, deren Ausstrahlung teilweise aus Jugendschutzgründen beschränkt wurde. Wie Lady Bitch Ray beispielsweise mit „Penis-Pilates“ von sich reden machte, lesen Sie  auf tz.de *.

Diese Frau also meldete sich bei ebenjenem Mann, der durch einen Zettel am schwarzen Brett der Hamburger Uni junge Damen dazu animieren wollte, mit ihm gegen Bezahlung Kaffee trinken zu gehen, um ihm währenddessen den ein oder anderen tiefen Einblick zu gewähren. Man kann sich ungefähr vorstellen, welchen Tonfall die 37-Jährige angeschlagen haben mag. Wie der angebliche „gut aussehende“ Mittdreißiger reagiert habe, berichtet „Lady Bitch Ray“ auf Facebook:

Ich: „Ich rufe wegen Ihrer Ausschreibung an der Universität an“

Er: „Ja.“

Ich: „Ist das noch aktuell?“

Er so: „Äh...(zögernd)... Nein!“

Ich so: „Warum nicht?“

Er so: „Hallo?...Hallo??“

Ich: „Sie können mich recht gut hören!“

Er wieder aufgelegt.

„Grenzüberschreitend und sexistisch“

Selbstverständlich lässt es sich Şahin, die auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt, nicht nehmen, der Welt ihre Meinung zu dem ungewöhnlichen Gesuch kundzutun:

„Ich finde solche Ausschreibungen grenzüberschreitend und ja, sexistisch! Egal, von welchem Geschlecht sie kommen. Aber zufälligerweise kam es dieses Mal von nem Typen. Wie hätte er wohl reagiert, wenn ich mich wie ne 18-jährige Student*in angehört hätte?“

Hinzu fügte Şahin, die in den letzten Jahren auch als Dozentin an der Universität Hamburg lehrte, noch den Hashtag #wennichdicherwische. Der geheimnisvolle Unbekannte sollte sich also in Acht nehmen und mit seiner weiblichen Begleitung besser nicht in der Nähe der Uni blicken lassen.

Amüsieren Sie sich auch immer wieder gerne über skurrile Zettel und lustige Aushänge? Dann interessiert Sie vielleicht, was auf dem Papier stand, das einer Frau zugesteckt wurde, nachdem Sie Ihre Unterwäsche auf dem Balkon aufgehängt hatte. Dass Zettel manchmal Wunder bewirken können, beweist diese U-Bahn-Geschichte auf tz.de*. Manch einer drückt seinen Ärger lieber schriftlich aus, wie zum Beispiel die kreativen Schreiber dieser köstlichen Sex-Beschwerde, von der Sie auf merkur.de* mehr erfahren. Und weil das Problem des zu lauten Nachbarschafts-Sex scheinbar ein weit verbreitetes ist, gibt‘s auf merkur.de* gleich noch einen lustigen Sex-Aushang für Sie.

*merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

lg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare