Kolumne: Nachgehagt

Dirty-Talk: Woher kommen diese Begriffe eigentlich?

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Die sexuelle Sprache steckt voller seltsamer Begriffe.

Heidewitzka! Wenn es mal wieder hoch hergeht und die Ansichten auseinanderklaffen, fällt so manch fieses Wort. Da rutscht gerade der Jugend gern mal ein "du Opfer!" über die Lippen. Natürlich im Sinne von "verdammter Versager". Dabei ist die Grundbedeutung des Opfers gar nicht negativ, sondern vielmehr was Heiliges.

Schließlich stimmten Opfer einst die Götter milde. Und wer sich aufopfert, ist ein wahrer Menschenfreund. Da stellt sich die Frage: Braucht es nach diesem Bedeutungswandel einen neuen Begriff für wahre Opfer? Jemandem, dem Schlimmes widerfahren ist, haftet so ein negativer Beigeschmack an. Zu Unrecht!

Doch auch andere Begriffe haben heute eine völlig andere Bedeutung als früher. Vor allem im sexuellen Bereich. Wer einst gewichst hat, der war durchaus bekleidet und hat Schuhe poliert oder etwas mit Wachs bestrichen. Der Busen bezeichnet eigentlich nicht die Brüste, sondern die Kuhle zwischen ihnen.

Beleidigt ihr andere Leute mit "du Opfer"?

Und warum sagt man eigentlich "vögeln"? Der Begriff stammt noch aus dem meist finsteren Mittelalter. Damals hielten sich adlige Damen Singvögel. Und wenn sie Lust auf ihren Liebhaber hatten, stellten sie einfach das Vöglein ins Sichtfenster. Ob es dann auch wirklich jedes Mal knatterte, wie bei einem alten Ottomotor, ist allerdings nicht überliefert.

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