Wenn Lust die Lust killt

Vorsicht, Männer: So schaden Schmuddelfilme der Beziehung

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Forscher haben die negativen Auswirkungen des Pornokonsums genauer untersucht.

Das Internet macht es heute möglich, beinahe an jedem Ort zu jeder Zeit erotische Inhalte zu konsumieren. Doch das hat auch seine Schattenseiten.

Während Inhalte aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung bis vor einigen Jahren noch in den Hinterzimmern von Videotheken erhältlich waren, braucht man dazu heute nur einen Internetzugang, um in erotische Fantasiewelten abzutauchen.

Doch die Gratis-Angebote auf den Schmuddel-Portalen haben auch ihre Schattenseiten, wie nun italienische Wissenschaftler herausgefunden haben.

Forscher finden heraus: Erotische Unterhaltung kann zu Impotenz führen

Zumindest bei übermäßigem Konsum warnt Carlo Foresta von der italienischen Gesellschaft für Männerheilkunde und Sexualkunde vor den negativen Auswirkungen. Wie sich herausstellte, führe das Anschauen von Pornofilmen nämlich zu Impotenz - und beeinträchtige damit auch das "echte" Liebesleben der Männer. Für die Studie wurden 28.000 männliche Teilnehmer befragt. 

Erschreckend: In diesem Alter sehen Jugendliche zum ersten Mal Erotik im Netz.

"Es beginnt damit, dass pornografische Bilder immer weniger stimulieren, je häufiger man sie konsumiert. Man stumpft ab und schließlich zeigt sich dies auch an der eigenen Libido: Die Wahrscheinlichkeit, beim Sex eine Erektion zu haben, wird immer kleiner", erläutert Foresta, der die Untersuchung leitete.

Experten warnen: Kann zu viel Sex schädlich sein?

Mit Liebe werde der Geschlechtsakt außerdem immer weniger in Verbindung gebracht, heißt es in den Studienergebnissen. Bereits im Alter von 14 Jahren seien manche der befragten Männer bereits süchtig nach den Schmuddel-Videos. Im späteren Alter sprechen Experten dann von einer "sexuellen Anorexie", wobei die Lust auf körperliche Intimitäten immer mehr abnimmt.

Schmuddelkram auf dem Handy? Was man dabei unbedingt beachten sollte.

Porno-Konsum: Deutsche Männer sind Spitzenreiter

Vor allem die deutschen Männer seien gefährdet, da sie laut Studie Europameister im Porno-Konsum seien. 34,5 Prozent der Männer schauen hierzulande regelmäßig Schmuddel-Inhalte, dicht gefolgt von den Franzosen mit 33,6 Prozent. Bei den Spaniern sind es 32,4 Prozent, die sich mit Erwachsenenunterhaltung vergnügen.

Es gibt jedoch noch Hoffnung für die Männer, meint Foresta. Denn die Sucht nach Erotik aus dem Netz hinterlasse keine bleibenden Schäden. Nach einigen Monaten der Abstinenz könne die Windstille im Gemächt überwunden werden und die Libido aufs Neue erwachen.

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Was wurde eigentlich aus diesen Porno-Legenden?

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